Keyboard
Das Wort „Keyboard“ wird im deutschen Sprachgebrauch oft als Oberbegriff für diejenigen Musikinstrumente verwendet, die eine dem Klavier ähnliche Tastatur verwenden, wobei die Töne jedoch auf elektronischem Weg abgenommen werden. Das erste elektromechanische Tasteninstrument wurde bereits 1885 von E. Lorenz hergestellt. Weitere Entwicklungen waren die 1934 erstmals hergestellte Hammond-Orgel und der erste Synthesizer Anfang der 1970er Jahre. Das Keyboard, wie es heute bekannt wurde, wurde in den 1980er Jahren entwickelt. Es wird in der Regel verwendet, um sonst akustische Instrumente auf elektronischem Weg zu simulieren.Ein Keyboard ist durch seinen kompakten Bau leicht transportierbar. Die Tastatur ist wie eine verkürzte Klaviertastatur aufgebaut, da aber jedoch nur ein elektrischer Kontakt hergestellt und keine herkömmliche Mechanik betätigt werden muss, ist der Tastenanschlag wesentlich weicher und mit erheblich weniger Kraftaufwand verbunden.
Das Keyboard verfügt über etliche elektronische Funktionen, die es zum Beispiel möglich machen, ein Keyboard als Ersatz für eine ganze Band (beispielsweise Alleinunterhalter auf Feiern) zu nutzen. Einige dieser Funktionen sind die Erzeugung und Abwandlung / Verfremdung synthetischer Klänge, Begleitung durch Schlagzeug- und Instrumentensounds, Aufnahme und Wiedergabe von Musikdaten sowie die Wiedergabe von MIDI-Dateien. Die Steuerung dieser Funktionen erfolgt auf dem Keyboard über verschiedene Tasten, Drehknöpfe, Schalter oder Schieberegler, dargestellt werden die verwendeten Einstellungen zumeist auf einem beleuchteten Display. Bei vielen Keyboards ist ein Anschluss an externe Lautsprecher nicht notwendig, da meist schon im Gerät eingebaute Lautsprecher vorhanden sind.
Ein Keyboard verfügt außerdem über einige Anschlüsse: natürlich den Stromanschluß, häufig finden sich auch mehrere Audio-, MIDI- sowie Pedalanschlüsse und sogar Speicherkartenslots.
